Begegnung im Zelt der Religionen

Zelt Neuwied

Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften bei der Eröffnung des Zeltes der Religionen auf dem Knuspermarkt in Neuwied; Foto: Diakonie Neuwied

 

(19.12.2016) Unter dem Motto „Weißt Du, wer ich bin? lädt auf dem Knuspermarkt in der Neuwieder Innenstadt das „Zelt der Religionen“ bis Freitag, 23. Dezember, dazu ein, verschiedene Glaubensgemeinschaften näher kennenzulernen. Eröffnet wurde das Begegnungszelt am vergangenen Samstag.

Mit dem Projekt wollen die Gemeinschaften Vorurteile abbauen und eine Woche vor Weihnachten einen Impuls setzen für das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Religionen in Neuwied. „Wir bieten Tee an und immer sind mindestens zwei Vertreter der Religionsgemeinschaften für Gespräche anwesend“, sagt Renate Schäning, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenkreis Neuwied. Es handele sich um niederschwelliges Angebot für alle Interessierten, um Hürden abzubauen.

Das beheizte Pagodenzelt ist in der Innenstadt in Höhe der Langendorfer Straße 108 zu finden. Das Kennenlernen geschieht auch durch eine kleine Ausstellung auf Tischen mit religiösen Gegenständen wie Kreuz, Koran und Gebetsrolle. Träger des Angebots in Neuwied sind die örtliche ACK, die Jüdische Gemeinde, die Ahmadyya Muslim Jamaat und die Fatih Moschee. Das Diakonische Werk hat unter anderem die praktischen Dinge organisiert.

Förderung durch eine bundesweite Aktion

Der Knuspermarkt in Neuwied ist noch bis Donnerstag von 11 bis 19 Uhr, Freitag von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Neben professionellen Kunsthandwerkern und Händlern erhalten auch Vereine, Kindergärten und soziale Institutionen die Möglichkeit sich in den Hütten des Marktes zu präsentieren und Selbstgebasteltes anzubieten. Musikalische Angebote und ein Kinderprogramm gehören ebenso zum Knuspermarkt.

Gefördert wurde die interreligiöse Initiative in Neuwied durch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und das Projekt „Weißt du, wer ich bin?“. Dabei handelt es sich um eine Aktion der drei abrahamitischen Religionen für ein friedliches Zusammenleben in Deutschland. Beteiligt sind neben der bundesweiten ACK der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Zentralrat der Muslime in Deutschland, die Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion und der Verband Islamischer Kulturzentren.

Die Aktion startete 2004. Ende November 2011 wurde sie zunächst nach rund 90 lokalen Initiativen mit einer Finissage in der Jüdischen Gemeinde in Berlin abgeschlossen. Im Jahr 2016 wurde das Projekt "Weißt du, wer ich bin?" aber mit einem Schwerpunkt auf der interreligiösen Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe wieder neu aufgelegt. Dazu wird es vom Bundesministerium des Innern gefördert.