Abschlussevent Junges Forum der Religionen x Beyond the Frame 2025

Wie kann der Glaube junger Berliner*innen sichtbar werden – ohne Klischees und Vorurteile?

Wie lassen sich öffentliche Debatten über Religion diskriminierungssensibel führen?

Und wie können junge Menschen mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen zusammenkommen, um unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten?

 

Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Abschlussveranstaltung des Jungen Forums der Religionen und des Projekts „Beyond the Frame – Junge Perspektiven auf Vielfalt im Glauben“ am 16. Oktober 2025 im Refugio in Neukölln.

Das von den Neuen deutschen Medienmacher*innen initiierte und in Kooperation mit dem Jungen Forum der Religionen durchgeführte Projekt brachte über mehrere Monate junge Fotojournalistinnen mit religiösen Berliner*innen zusammen. Entstanden sind Fotostrecken, die nicht nur Einblicke in verschiedene Glaubensgemeinschaften geben, sondern auch sehr persönliche Momente aus dem Alltag der beteiligten jungen Menschen zeigen.

 

 

Die Ausstellung dieser Arbeiten bildete den Auftakt der Abschlussveranstaltung des Projektjahres 2025 und lud die rund 60 Gästinnen sofort zum Austausch ein. Bei Snacks und Getränken kamen Teilnehmerinnen und Besucher*innen ins Gespräch – und machten deutlich: Religion ist ein lebendiger Bestandteil urbaner Identität und keineswegs ein Relikt vergangener Zeiten.

Nach den Grußworten von Holger Rogoll und Johanna Emig vom Jungen Forum der Religionen sowie von Insa Langhorst und Elena Kountidou von den Neuen deutschen Medienmacherinnen begann die Podiumsdiskussion. Unter der Moderation von Dennis Chiponda diskutierten junge religiöse Berlinerinnen gemeinsam mit jungen Journalist*innen darüber, wie eine differenziertere und diskriminierungsfreiere Wahrnehmung von Religion in der Öffentlichkeit gestaltet werden kann – ein zentrales, empowerndes Fazit des Abends.

Im Anschluss blickten Holger Rogoll und Johanna Emig auf ein ereignisreiches erstes Jahr des Jungen Forums der Religionen zurück. Von einer interreligiösen Sozialküche über Workshops zu Themen wie Rassismus, Antisemitismus, Religion und Konflikt, Feminismus & Religion bis hin zu interreligiösem Storytelling mit geflüchteten Menschen – das Programm war bunt, empowernd und offen für alle.

Den musikalischen Abschluss des inspirierenden Abends gestaltete das israelisch-arabische Duo Kayan. Mit Kontrabass und Gesang sorgten die beiden Musiker*innen für Gänsehautmomente und einen hoffnungsvollen musikalischen Ausklang.

Die Veranstaltung machte eindrucksvoll sichtbar: Ein besseres Miteinander in Berlin ist nicht nur möglich – junge Menschen leben es bereits und treiben es aktiv voran.

 

- Johanna Emig (Referentin Berliner Forum der Religionen)