Artikel 8 und 9 der Charta betonen die Stärkung der Gemeinschaft mit Judentum und Islam. Wir haben Bedford-Strohm und Schlenker gefragt, was die Charta mit dem Interreligiösen Dialog in Deutschland zu tun hat:
Lea Schlenker: “Wie schon zuvor enthält die aktualisierte Charta Oecumenica Artikel zum Verhältnis zu anderen Religionen, insbesondere zum Judentum und zum Islam. Zu diesen Artikeln gab es die meisten Rückmeldungen aus den Kirchen – ein Zeichen, dass das Thema aktuell ist. Ich hoffe, dass die Charta Oecumenica dazu beiträgt, diese Überlegungen und Gespräche weiterzuführen.”
Heinrich Bedford-Strohm: „Die Unterzeichnung der Charta Oecumenica ist gerade in diesen Zeiten von besonderer Bedeutung. Dass die Kirchen Europas hier mit einer Stimme sprechen, ist ein starkes Zeichen in einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung suchen. Angesichts des Missbrauchs von Religion für politische Zwecke, die in tiefem Widerspruch zum Christentum stehen, ist die Selbstverpflichtung der Kirchen umso wichtiger, allen Versuchen zu widerstehen, Religion und Kirche für ethnische, nationalistische, politische oder populistische Zwecke zu missbrauchen. Dafür ist der interreligiöse Dialog von besonderer Bedeutung. Indem wir als Menschen mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen einander mit einem hörenden Herzen begegnen, strahlen wir etwas von der Menschenliebe aus, die untrennbar mit dem Glauben an Gott verbunden ist.“
In dem Sinne ein herzliches Willkommen zum Gottesdienst in Berlin – und eine herzliche Einladung zum Lesen der Charta Oecumenica.
Euer WDWIB Projektteam
